Endlich angekommen! + 5 Tipps gegen Heimweh

Ich wurde oft gefragt, ob ich mein Zuhause nicht vermisse. Wie ich mich in einem fremden Haus fühle. Nicht im eigenen Zimmer zu sein und in einem fremden Land zu wohnen. Was man doch eigentlich nur aus Filmen und Serien kennt. Diese Dinge werde ich jetzt beantworten. 

Am Anfang ist alles so aufregend, dass man sich über so etwas keine Gedanken macht. Zu mindestens ging es mir so. Ich wusste, dass ich in einem fremden Land bin, in einem fremden Haus und in einem fremden Zimmer, welches komplett anders eingerichtet ist. Mein neues Zimmer sah so leer aus. Natürlich stehen Möbel drin, aber es fehlte etwas an persönlichen Dingen, die etwas über mich erzählt.

Deshalb habe ich mir bei einer App Polaroid Bilder bestellt, denn ich habe zum Geburtstag von meinem Cousin und seiner Freundin eine tolle Lichterkette bekommen, an der ich auch Bilder anhängen kann. Die Lichterkette hängt nun über meinem Bett mit tollen Bildern. Dadurch fühlte ich schon mich gleich schon viel wohler. Außerdem war ich bei Target und habe mir dort noch ein paar Dinge gekauft, wie: Kerzen, eine Kuscheldecke, ein Kissen und so eine abwaschbare Schreibtafel für Notizen. Es scheinen nur kleine Dinge zu sein, aber genau diese führten dazu, dass ich mich nun in meinem neuen Zuhause wohl fühlte. Mein richtiges Zuhause wird immer in Deutschland bleiben, aber ich habe nun ein zweites Zuhause gefunden in dem ich mich sehr wohl fühle.

Aber es ist ja nicht nur mein Zimmer, was mir das Gefühl gibt, zuhause zu sein. Nein! Dazu zählen auch meine Hostparents, die Hostkids, Freunde, die ich mittlerweile gefunden habe und auch Aktivitäten. Viele Dinge führten zu diesem Ziel des Wohlfühlens.

Bei meinen Hostparents fühle ich mich absolut wohl. Ich habe das Gefühl, dass ich mit ihnen über alles offen reden kann, egal, ob ich Probleme habe oder über lustige Dinge. Das ist für mich sehr wichtig! Ich kann so sein, wie ich bin. Wir haben bis jetzt eine Menge Spaß und ich bin glücklich.

Meine Hostkids sind einfach nur Engel. Mein Junge probiert gerade alles aus und will die Welt entdecken. Er versteht manchmal aber auch nicht, was gefährlich sein könnte und hat gefühlt keine Scheu vor so etwas. Das kann manchmal echt anstrengend sein. Aber er ist der tollste kleine Junge, den ich so schnell in mein Herz geschlossen habe. Ich liebe es mit ihm die Zeit zu verbringen. Wir lesen oft Bücher, machen Musik zusammen, spielen Ball, testen Gewürze aus, spielen Doctor (er “verletzt” sich und ich bin der Arzt oder anders rum), Baustelle mit Bagger und Bauklötzen, aber auch so viel mehr. Es ist so toll, dass alles mit ansehen zu dürfen, egal, ob mit Höhen oder Tiefen, denn die gibt es immer. Immer wieder erinnere ich mich an meine Kindheit zurück, dass ich es gespielt habe und dann kommt: „Oh, und dieses Lied kenn ich auch. ” Mein Mädchen ist das Süßeste was ich je gesehen habe. Jeden Morgen, wenn ich sie sehe, schenkt sie mir ein Lächeln. Ich kann ihr Lachen einfach nicht beschreiben, aber es ist bezaubernd. Es ist unglaublich wie schnell sie jetzt schon in den 24 Tagen dazu gelernt hat. Sie kann schon alleine sitzen (Man muss natürlich trotzdem noch dabei sein und sie etwas stützen), Sie versucht immer öfter sich zu drehen und kann in die Hände klatschen. Ihre Haare sind gewachsen und sie fängt an Babyfood zu essen. Die beiden machen mir das Leben hier einfach noch Bezaubernder und dadurch fühle ich mich einfach noch mehr Zuhause.

Ich finde, egal wie toll die Familie ist, man braucht auch einfach Freunde mit denen man sich super versteht. Hier habe ich bereits in den ersten Tagen die liebe Carla kennengelernt und noch viele tolle andere Mädels. Es ist toll sich mit den anderen Mädels zu treffen, sich auszutauschen oder auch die Freizeit einfach Mal zu genießen. Hätte ich die Mädels hier nicht, wäre ich glaube ich nicht so glücklich wie jetzt.

Mich betrifft es bis jetzt zum Glück noch nicht, aber gerade, wenn man Heimweh hat, sollte man nicht “Zuhause” im Bett liegen und nur weinen und denken wie schön es doch wäre jetzt Zuhause in Deutschland zu sein. Gerade damit mir das nicht passiert und ich kein Heimweh bekomme, unternehme ich viel. Ich lenke mich einfach damit ab und habe keine Zeit zum Nachdenken über Heimweh. Aber ich gehe gerne mit den Mädels essen, erkunde andere Städte, etwas Shoppen gehen oder einfach im Auto sitzen, rum fahren, zu singen oder sich zu unterhalten. Es ist aber auch toll, einfach einmal Zuhause zu bleiben, sich auszuruhen oder zu gammeln oder Netflix zu schauen.

Falls man dann doch Heimweh bekommt, habe ich hier  5 Tipps gegen Heimweh.

1. Vermeide Langweile!!!
Langeweile ist eine gute Grundlage für Heimweh – so mehr Zeit du hast, über dein Zuhause nachzudenken, desto mehr willst du wieder zurück. Sei aktiv und beschäftige dich! Trete einem Fitnessstudio bei, treffe Freunde, erkunde die Gegend.

2. Finde deine Routine.
Damit du dich schnell in einer neuen Umgebung einlebst und Heimweh gar nicht erst aufkommt, Lege dir eine Routine zu! Das kann alles sein Vom regelmäßigen Sport treiben bis zu Starbucks am Abend. Einige Aktivitäten zu planen – und sich dann daran halten – gibt dir etwas, worauf du dich freuen kannst und lässt dich dein neues Heim eher als Zuhause ansehen.

3. Rede über dein Heimweh!

Egal ob AuPair, Schüleraustausch oder Sommer School, rede über dein Heimweh. Sei es mit deiner Gastfamilie, deine Betreuer oder andere Freunde in deinem Umkreis. Glaub mir, es hilft und die anderen können dir helfen dein Heimweh zu besiegen.

4. Nicht zu viel Kontakt nach Hause
Finde den richtigen Ausgleich! Zu viel Kontakt nach Hause macht es nicht besser.

5. Hole dir ein bisschen Heimat
Du kannst für deine Gastfamilie ein Gericht kochen, was du aus deinem Zuhause kennst. Hole die kleine persönliche Dinge (ich habe mein minirettungswagen mitgenommen), drucke dir Bilder aus oder kaufe dir vielleicht deine Lieblingsblumen.

Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen.

Bis bald,
Sabrina

2 thoughts on “Endlich angekommen! + 5 Tipps gegen Heimweh

  1. Meine liebe Sabrina,
    Wie schön, dass du angekommen bist. Ich freue mich, dass es dir gut geht. Krass, wie schnell so Zeit vergeht. Mir kommt unser Treffen noch gar nicht so lange her.
    Fühle dich gedrückt
    Freyja ❤

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